Ein Projekt der

Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg
< Sorge tragen für ein nicht anfechtbares Testament
11.06.2020 11:37 Alter: 102 days
Kategorie: Blog

Mehr Menschen bereit für gemeinnütziges Vererben


Schon seit einigen Jahren verstärken viele gemeinnützige Organisationen ihre Aktivitäten im Bereich Erbschaftsmarketing. Aktuelle Studien in drei Ländern zeigen, dass gemeinnütziges Vererben für viele Menschen deutlich öfter denkbar ist.

92 Prozent der Deutschen über 50 Jahren wissen, dass man sein Erbe oder einen Teil seines Erbes einer gemeinnützigen Organisation auch vererben kann. Das stellt eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung und der Erbschaftsinitiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ fest. Auch die Bereitschaft zum gemeinnützigen Vererben hat in den letzten Jahren einen regelrechten Sprung gemacht.

Das ist insofern überraschend, weil die Deutsche Bank in einer Studie mit dem Allensbach-Institut erst vor kurzem ermittelte, dass sich die Deutschen wirklich erst auf dem letzten Drücker mit dem Thema beschäftigen. Mehr als 40 Prozent der Deutschen haben sich noch nie mit der Thematik befasst. Bei den 50- bis 64-Jährigen sind es 27 Prozent, bei den Älteren dann nur noch 14 Prozent.

Deutsche wollen mehr an Gemeinnützige vererben

Während es im Jahr 2013, als die Studie von „Mein Erbe tut Gutes“ erstmals durchgeführt wurde, lediglich elf Prozent waren, die sich einen gemeinnützigen Zweck im Testament vorstellen konnten, können sich inzwischen 28 Prozent der künftigen Erblasserinnen und Erblasser dafür erwärmen, ihr Erbe oder einen Teil ihres Erbes einer NGO zu hinterlassen. Auch bei den Kinderlosen wuchs die Bereitschaft für ein gemeinnütziges Vererben von 34 Prozent auf nun stattliche 52 Prozent.

Vor allem Menschen ohne eigene Nachkommen suchen verstärkt nach alternativen Wegen, ihre Werte an die nächste Generation weiterzugeben. Wobei dieser Antrieb auch insgesamt, ob kinderlos oder nicht, für mehr als 40 Prozent der Befragten bedeutsam ist. Die Motive für gemeinnütziges Vererben sind deshalb auch eher auf einen sinnvollen Nachlass gerichtet, als zu vermeiden, dass das Vermögen an den Staat fällt, weil es keine Verwandten gibt.

Quelle: Fundraiser Magazin (www. fundraiser-magazin.de), Text: Matthias Daberstiel